NATÜRLICH - KÜNSTLICH

Unter natürlichem Licht verstehen wir das Tageslicht.

Es ist von Uhrzeit und Wetter abhängig und vom Mensch (noch) nicht beeinflussbar. Künstliches Licht ist hingegen jenes Licht welches durch künstliche Lichtquellen – wie beispielsweiße einer Glühbirne – erzeugt wird. Mittlerweile ist ein Haushalt ohne künstlichem Licht unvorstellbar – zusätzlich verbringen wir im Durchschnitt sogar sagenhafte 90 % unserer Zeit in geschlossenen Räumen, die vorwiegend mit künstlichen Lichtquellen ausgestattet sind.

DIE UNTERSCHIEDE
Der wichtigste Unterschied zwischen einer natürlichen und einer künstlichen Lichtquelle ist – wie die Namen schon verraten – die natürliche bzw. die von Mensch geschaffene Leuchtkraft: Die Intensität von natürlichen Lichtquellen ist zwar von Tageszeit und Wetter abhängig, kann allerdings nicht vorhergesehen bzw. abgeändert werden. Hingegen lässt sich das künstliche Licht regulieren und individuell einsetzen.
Das Licht aus dem Stromkabel ist eine elektromagnetische Energie, die durch sichtbare (die Lichtfarbe) und unsichtbare Strahlung (ultraviolette Strahlung oder Infrarotstrahlung) eine unterschiedliche Wirkung auf uns hat. Die Farbe des Lichtes wird von der Wellenlänge bestimmt: von kurzen, violetten bis zu langen, roten Wellenlängen. Gerade bei diesem für die Gesundheit ausschlaggebenden Faktor, unterscheiden sich künstliches und natürliches Licht. Das Sonnenlicht beispielsweise, enthält einen wohlausgewogenen Mix aus kurzwelligem, mittelwelligem und langwelligem Licht. Die gewöhnliche Glühbirne gibt vorwiegend langwellige Strahlung ab und die Energiesparlampe gibt hingegen vorwiegend kurzwellige Strahlung, also blaues Licht ab. Zu viel helles/blaues bzw. zu viel warmes/rotes Licht sind unnatürlich und werden als unangenehm empfunden. Wobei blaues Licht (z.B. Energiesparlampen, Neonlicht) als noch unnatürlicher gilt als rotes Licht. Und je unnatürlicher ein Licht ist, desto schlechter ist dies für unseren Biorhythmus.

Licht & Gesundheit


INTEGRATION VON TAGESLICHT
Wenn man sich also viel im geschlossenen Raum aufhält, sollte man auf die Lichtfarbe der eingesetzten Lichtquelle achten. Am effizientesten wäre es natürlich so viel wie möglich Tageslicht zu integrieren. Dies wäre für Gesundheit und Kostenrechnung das Beste. Allerdings ist dies nicht immer möglich.
Falls doch, sollten einige wichtige Punkte beachtet werden:

Der ideale Raumschnitt:
Möchte man das natürliche Tageslicht in geschlossenen Räumen integrieren, so sind die Fenster der betreffenden Räume idealerweise nach Norden ausgerichtet. Somit fällt diffuses Licht ohne direkter Sonneneinstrahlung in den Raum. Das diffuse Licht verteilt sich gleichmäßig im Raum, so treten keine Blendungen oder starke Unterschiede der Beleuchtungsstärke auf.
Direkte Sonneneinstrahlung sollte hingegen vermieden werden, da der Raum zu stark aufgeheizt werden würde und die Beleuchtungsstärke viel zu hoch wäre.
Im Falle von Sonneneinstrahlung sollte daher an Abschattung gedacht werden. Zum Beispiel durch Rollo, Lamellen oder Vorhänge.

Die Raumnutzung:
Tageslicht kann sehr gut für Tätigkeiten genutzt werden, bei denen eine gleichmäßige Erhellung des Raumes gewünscht wird, beispielsweise in Büros, Arbeitsräumen, Werkhallen, Korridorbereiche oder Garagen. Weniger geeignet ist die Integration von Tageslicht in Räumen, in denen gezielt mit Lichtszenen gearbeitet wird, so zum Beispiel in Sitzungsräumen und sonstigen Veranstaltungsräumen. In solchen Räumen wird die Beleuchtungsstärke oder die Beleuchtung selbst oftmals verändert, um emotionale Lichteffekte zu erzeugen. Hier wäre das Tageslicht störend und würde den gewünschten Effekt zunichtemachen. Ebenso ist der Nutzen von Tageslicht für Verkaufsräume, in denen die Ware gezielt und hochwertig präsentiert werden soll, zu prüfen. In derartigen Umgebungen werden Architektur und Materialien oftmals darauf abgestimmt, dass die Ware stark im Vordergrund steht – so zum Beispiel in einem Schmuckgeschäft, in welchem Glas und Licht den Schmuck gekonnt in Szene setzen.


Moderne Beleuchtung

FAZIT
Licht ist nicht gleich Licht. Egal ob es das natürliche Tageslicht oder das von Mensch künstlich erschaffene technische Licht ist. Wird es richtig eingesetzt, sorgt es für bessere Arbeitsbedingungen und für höheres Wohlbefinden – wird es hingegen falsch eingesetzt, führt dies zu einem unausgeglichenem Biorhythmus und dadurch zu Unzufriedenheit.